Geposted am von Andrei Maksimovich

Was ist Fasnacht?

Maske der Basler Fasnacht

Im Grunde genommen ist es äusserst schwer den einen zweifelsfreien eindeutigen Ursprung dieser Festtage auszumachen. Selbst beim Wort Fas(t)nacht scheiden sich die Geister, doch die meisten Historiker sind heute der Meinung, dass es dem althochdeutschen entlehnt wurde. Es ist quasi ein Mix aus 'fasta' (Fasten) und 'naht' (Nacht) und deutet schon auf einen Bestandteil der Tradition hin: dem Fasten. Dieser wurde insbesondere geprägt durch die Kirche im 12. bis 14. Jahrhundert mit dem Ziel dieser Kultur einen christlichen Charakter zu geben und heidnische Bräuche zu negieren.

Diese heidnischen und bäuerlichen Traditionen haben ihren Anfang jedoch in mystischeren Gefilden. Mit dem Verkleiden und dem lauten Trommeln in den Strassen wollte die bösen Geister der Dunkelheit und des Winters aus dem Orte verbannen und lieber das Licht wieder in die Häuser zu lassen.

Auch ganz profane Ursprünge führten zu heutigen Fasnacht Traditionen. In einer Zeit in der Kühlschränke und Gefrierkammern noch Zukunftsmusik waren, wurde im Februar die Vorratskammer geplündert, um die wetvollen Lebensmittel nicht verderben zu lassen. Das in manchen Haushalten förmliche Festgelage und Fressorgien enstanden, waren schlichtweg Mittel zum Zweck.

Fakt ist …

Rio Karneval Kostümdie Fasnachtszeit und Karneval sind Strömungen die weltweit Leute auf die Strassen treibt ihre Traditionen auszuleben und gemeinsam zu feiern. Ob leichtbekleidet am Strand von Ipanema in Rio, mit Millionen von Besuchern beim Rheinischen Strassenumzug oder in Basel mit ihren zahlreichen und prunkvoll gekleideten Zünften - Fasnacht ist und bleibt ein Spektakel, welches Jung und Alt zusammenbringt.

Beginn und Ende der Karnevalszeit

Konfetti am Boden

Vielerorts in der Schweiz und in Süddeutschland hat sich der 11. November als Start der närrischen fünften Jahreszeit herauskristallisiert. Hintergrund für die Enstehung dieses Termins ist die ursprüngliche zweite Fastenzeit die 40 Tage vor Weihnachten abgehalten wurde. Mit der Ausnahme kleiner Sitzungen bliebt die Zeit bis zum 5. Januar relativ verschont vom Karneval und erst mit dem Dreikönigstag, dem 06. Januar wird dem Treiben freien Lauf gelassen.

Das Ende der Fasnacht ist wiederum eng mit christlichen Kalenderdaten verknüpft. Papst Gregor der Grosse ordnete rund um das Jahr 600 eine 40-tägige Fastenphase an. Der Start wurde auf den 6. Sonntag vor Ostern, dem Invocavit gelegt. Im späteren Verlauf wurden die Sonntage vor Ostern vom Fasten aussen vorgenommen. Um dennoch eine Zeit von 40 Tagen für das Fasten und Entbehren zu garantieren wurde der Beginn der Fastzeit um 6 Tage zurückgelegt, dem heutigen Aschermittwoch. Nun gibt es rund um den Aschermittwoch unterschiedliche Ansichten wann die närrischen Tage beginnen. In manchen Teilen legt man sie auf den Donnerstag vor dem Fasnachtsmontag, dem sogenannten schmutzigen Donnerstag. In Basel jedoch beginnen die ‘drey scheenschte Daag’ erst am Montag nach dem Aschermittwoch. Diese Terminwahl ist wohl eng mit den traditionellen Musterungen der Zünfte verbunden, welche im Mittelalter erst nach Aschermittwoch begannen.

Die Sache mit dem Verkleiden

Venezianischer KarnevalZwei Strömungen sind für das heutige Auftreten der vielen bunten Verkleidungen und Kostümumzüge prägend. Schon zu vorchristlicher Zeit versuchte man durch das aufsetzen von Masken und Geisterkostümierungen die dunklen Tage zu vertreiben und den Schrecken des Winters endlich hinter sich zu lassen. Später im 15. und 16. Jahrhundert nutzte man die närrische Zeit um im kleinen Rahmen die Obrigkeiten zu veräppeln. Die Tradition des Prinzenpaares und des närrischen Hofstaates sind in dieser Zeit entstanden. Bis heute hat sich der Brauch gehalten bei den Umzügen auf Missstände in Gesellschaft und Poltik hinzuweisen und sich allgemein ‘etwas Luft zu machen’.

Egal was der Beweggrund für das Tragen eines Kostüms konkret ist, heutzutag sind der Kreativität und dem Einfallsreichtum keine Grenzen mehr gesetzt. Wenige Menschen halten sich wirklich noch an die strengen Fastenregeln und in Zeiten moderner Lampen muss auch niemand mehr für Monate im Dunkeln sitzen. Doch haben wir in vielen Lebensbereichen mit Konventionen gebrochen und trotzdem Traditionen bewahrt. Fasnacht ist genau einer dieser Entwicklungen und keiner möchte sie missen :)

Was ist Fasnacht?

Maske der Basler Fasnacht

Im Grunde genommen ist es äusserst schwer den einen zweifelsfreien eindeutigen Ursprung dieser Festtage auszumachen. Selbst beim Wort Fas(t)nacht scheiden sich die Geister, doch die meisten Historiker sind heute der Meinung, dass es dem althochdeutschen entlehnt wurde. Es ist quasi ein Mix aus 'fasta' (Fasten) und 'naht' (Nacht) und deutet schon auf einen Bestandteil der Tradition hin: dem Fasten. Dieser wurde insbesondere geprägt durch die Kirche im 12. bis 14. Jahrhundert mit dem Ziel dieser Kultur einen christlichen Charakter zu geben und heidnische Bräuche zu negieren.

Diese heidnischen und bäuerlichen Traditionen haben ihren Anfang jedoch in mystischeren Gefilden. Mit dem Verkleiden und dem lauten Trommeln in den Strassen wollte die bösen Geister der Dunkelheit und des Winters aus dem Orte verbannen und lieber das Licht wieder in die Häuser zu lassen.

Auch ganz profane Ursprünge führten zu heutigen Fasnacht Traditionen. In einer Zeit in der Kühlschränke und Gefrierkammern noch Zukunftsmusik waren, wurde im Februar die Vorratskammer geplündert, um die wetvollen Lebensmittel nicht verderben zu lassen. Das in manchen Haushalten förmliche Festgelage und Fressorgien enstanden, waren schlichtweg Mittel zum Zweck.

Fakt ist …

Rio Karneval Kostümdie Fasnachtszeit und Karneval sind Strömungen die weltweit Leute auf die Strassen treibt ihre Traditionen auszuleben und gemeinsam zu feiern. Ob leichtbekleidet am Strand von Ipanema in Rio, mit Millionen von Besuchern beim Rheinischen Strassenumzug oder in Basel mit ihren zahlreichen und prunkvoll gekleideten Zünften - Fasnacht ist und bleibt ein Spektakel, welches Jung und Alt zusammenbringt.

Beginn und Ende der Karnevalszeit

Konfetti am Boden

Vielerorts in der Schweiz und in Süddeutschland hat sich der 11. November als Start der närrischen fünften Jahreszeit herauskristallisiert. Hintergrund für die Enstehung dieses Termins ist die ursprüngliche zweite Fastenzeit die 40 Tage vor Weihnachten abgehalten wurde. Mit der Ausnahme kleiner Sitzungen bliebt die Zeit bis zum 5. Januar relativ verschont vom Karneval und erst mit dem Dreikönigstag, dem 06. Januar wird dem Treiben freien Lauf gelassen.

Das Ende der Fasnacht ist wiederum eng mit christlichen Kalenderdaten verknüpft. Papst Gregor der Grosse ordnete rund um das Jahr 600 eine 40-tägige Fastenphase an. Der Start wurde auf den 6. Sonntag vor Ostern, dem Invocavit gelegt. Im späteren Verlauf wurden die Sonntage vor Ostern vom Fasten aussen vorgenommen. Um dennoch eine Zeit von 40 Tagen für das Fasten und Entbehren zu garantieren wurde der Beginn der Fastzeit um 6 Tage zurückgelegt, dem heutigen Aschermittwoch. Nun gibt es rund um den Aschermittwoch unterschiedliche Ansichten wann die närrischen Tage beginnen. In manchen Teilen legt man sie auf den Donnerstag vor dem Fasnachtsmontag, dem sogenannten schmutzigen Donnerstag. In Basel jedoch beginnen die ‘drey scheenschte Daag’ erst am Montag nach dem Aschermittwoch. Diese Terminwahl ist wohl eng mit den traditionellen Musterungen der Zünfte verbunden, welche im Mittelalter erst nach Aschermittwoch begannen.

Die Sache mit dem Verkleiden

Venezianischer KarnevalZwei Strömungen sind für das heutige Auftreten der vielen bunten Verkleidungen und Kostümumzüge prägend. Schon zu vorchristlicher Zeit versuchte man durch das aufsetzen von Masken und Geisterkostümierungen die dunklen Tage zu vertreiben und den Schrecken des Winters endlich hinter sich zu lassen. Später im 15. und 16. Jahrhundert nutzte man die närrische Zeit um im kleinen Rahmen die Obrigkeiten zu veräppeln. Die Tradition des Prinzenpaares und des närrischen Hofstaates sind in dieser Zeit entstanden. Bis heute hat sich der Brauch gehalten bei den Umzügen auf Missstände in Gesellschaft und Poltik hinzuweisen und sich allgemein ‘etwas Luft zu machen’.

Egal was der Beweggrund für das Tragen eines Kostüms konkret ist, heutzutag sind der Kreativität und dem Einfallsreichtum keine Grenzen mehr gesetzt. Wenige Menschen halten sich wirklich noch an die strengen Fastenregeln und in Zeiten moderner Lampen muss auch niemand mehr für Monate im Dunkeln sitzen. Doch haben wir in vielen Lebensbereichen mit Konventionen gebrochen und trotzdem Traditionen bewahrt. Fasnacht ist genau einer dieser Entwicklungen und keiner möchte sie missen :)